Churrascaria
die brasilianischste Art von Gastronomie
Eine Besonderheit der Gastronomie ist die sogen. Churrascaria. In ihr wird Fleisch in jeder beliebigen Menge geboten. Bezahlt wir nicht nach Menge, sondern nach Gedeck. Ein Gedeck ist ein Platz und die Berechtigung, so viel Fleisch in sich zu schaufeln, wie man schafft oder für vertretbar hält. Je weiter man nach Süden kommt, desto häufiger sind Churrascarias.
Man nimmt Platz und bekommt zunächst ein Getränk angeboten. Getränke sind im Preis nicht enthalten und besonders die Apperitifs sind relativ teuer. Dann geht man zur großen Salatbar, an der es nicht nur Salate aller Art, sondern auch andere Speisen gibt: Fisch, Sushi, Soßen etc. Auf dem Tisch steht dann ein kleines Teil zum Drehen. Da kann man einstellen: Ja, bitte! und schon kommen die Kellner mit den Spießen mit dem Fleisch dran. Sie stellen ihr Fleisch vor und fragen, ob man haben möchte. Die Entscheidung ist nicht leicht, denn hinter dem Kellner steht schon der nächste mit einer anderen Fleischsorte. Essen, essen, essen ... Wenn man genug hat, dann dreht man wieder an dem Teil auf: Nein, danke! und die Kellner eilen an andere Tische. Ganz zuletzt wird einem noch ein Nachtisch - gegen Aufpreis - angeboten.
Gerne wird die Churrascaria abends besucht, was man nicht machen sollte, denn schlechter Schlaf ist vorprogrammiert. In Bombinhas allerdings haben abends kaum Churrascarias offen. Da werden sie alle zu etwas Ähnliichem in Pizza. Da laufen Kellner mit Pizzas rum und geben jedem eine Ecke auf den Teller, der eben diese Pizza möchte.
Hier einige Eindrücke einer Churrascaria. In Bombas im "Minas" an der Leopoldo Zarling kostet ein Gedeck 18 Real. Dort geht es nicht so vornehm zu, jedoch ist das Essen sehr gut und bekömmlich.